Montag, April 16, 2007

Matt Cutts: Bezahlte Links sind Spam!

Am Wochenende schrieb Matt Cutts in seinem Blog, dass alle Webmaster Links, für die sie bezahlt werden/wurden für Google kenntlich machen müssen indem sie sie mit dem rel="nofollow" Attribut "entwerden".

Gleichzeitig rief er auf Seiten, die Links verkaufen, zu denunzieren! Phillip Lenssens kommentiert dies ebenfalls in seinem Blog Googleblogoscoped sehr kritisch. Der Sturm der Entrüstung in den Kommentaren beider Blogs war (wahrscheinlich wie erwarted) gewaltig.

Nachdem ich jetzt einige Zeit hatte, tiefer und länger über die Thematik nachzudenken, sind die Vorteile der Idee paid links als solche zu erkennen und entsprechend zu behandeln, nicht von der Hand zu weisen.

Nur, wenn sie gleich mit dem rel="nofollow" Attribut markiert werden, wird eine Große Chance vertan hier weiter zu differenzieren. Warum nicht rel="paid" o.ä.? Diese Markierung gibt den Suchmaschinen die Möglichkeit Links, die einfach nur unkontrolliert in Foren, Gästebüchern, wikis und in Kommentaren zu Blogs hinterlassen werden, von bezahlten und in der Regel regelmäßig überprüften Links zu unterscheiden. Diese Links werden sogar meist - im Gegensatz zu den "normalen", "redaktionellen" Links regelmäßig reviewed.

Sollten solche Links dann auf dauerhaft spammy Seiten zeigen, so wäre dann auch ein penalty für die verlinkende Seite gerechtfertigt. Google ist in der Lage Landing-Pages für adwords-keywords einen Quality-Score zuzuweisen. Warum nicht auch für "Landing-Pages" von Links? Die Konsequenz wäre halt kein höherer Klick-Preis, sondern eine Abwertung des Links.

Irgendwie misst Google hier sowieso mit zweierlei Mass: Einträge im Yahoo!-Directory, die ebenfalls teuer bezahlt werden müssen, gelten bei Google nach wie vor als Qualitätsmerkmal. Bezahlte Links auf anderen Seiten als Makel :-(

Trotzdem hat die Idee in den Grundzügen sicherlich etwas für sich, ist aber so noch etwas unausgegoren, und etwas rauh kommuniziert... was aber vielleicht sogar beabsichtigt war... genauso wie das Timing: Niemand spricht mehr groß über den DoubleClick Deal. Zufall?

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